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6. Tagespflegetag

des Arbeitskreises der Tagespflegen Region Kassel

13. September 2017

„Mit Vielfalt Demenz begegnen“

Ein interessanter Artikel zum Thema des 6. Tagespflegetages:

„Wie eine kaputte Uhr“
Zeda bietet im Frühstadium von Demenz Hilfe – Gruppen werden gut angenommen

VON CHRISTINA HEIN
KASSEL. „Seit wann ich hierher komme? Ich weiß es nicht mehr genau. Sind es zwei Jahre?“ Paul blickt sich hilfesuchend in der Gruppe um. Sein Blick wandert zu Dorothea Bathe, der Leiterin des Gesprächskreises, den das Zentrum für Menschen mit Demenz und Angehörige (Zeda) jeden Freitag anbietet. „Es dürften fünf Jahre sein“, sagt sie. Doch Paul (Namen sind zum Teil geändert) erinnert sich noch, wer ihm empfohlen hatte, das Angebot des Diakonischen Werks wahrzunehmen: Es war seine Hausärztin. Paul hat den Schritt nie bereut. Die Gruppenmitglieder, die er zwei Mal in der Woche trifft, sind ihm wichtig, sind eine Art Familie geworden. Das Dutzend Menschen um den Frühstückstisch im Alter zwischen 53 und 86 Jahren sind Betroffene in der Phase einer beginnenden Demenz. Der Kreis funktioniert wie eine Selbsthilfegruppe, bietet einen geschützten Raum für Gespräche. Es gibt Zustimmung und Einvernehmen untereinander, Erfahrungen werden ausgetauscht, Ratschläge gegeben, vor allem aber wird viel gelacht.

Sozialarbeiterin Dorothea Bathe, die die Gruppe mit der Ehrenamtlichen Brigitte Werber leitet, sagt: „Es ist auffallend und positiv, dass das Tabu, sich mit der eigenen Diagnose Demenz zu befassen, zunehmend fällt.“

„Hier bin ich unter Gleichgesinnten, das tut gut“, sagt Josef: „Rede ich mit anderen Menschen, weiß ich nie, wie die reagieren.“ Seine früheren Kollegen hätten sich zurückgezogen, sagt der große Mann, der früher im OP einer Klinik gearbeitet hat. „Kein Kontakt mehr.“

Auch Ulrike, eine pensionierte Lehrerin, erzählt, dass sie früher immer gerne unter Leuten gewesen sei. „Jetzt will und kann ich das nicht mehr.“ Wenn sie anderen erzähle, dass ihr die Worte nicht mehr einfallen, was die ehemalige Englischlehrerin besonders schmerzt, dann höre sie oft den salopp dahergesagten Satz: „Ach, das geht mir doch mit zunehmendem Alter auch so.“ „Dann fühle ich mich nicht ernst genommen“, sagt Ulrike. Wenn sie aber in der Gruppe über ihre Nöte rede, davon, dass sie morgens beim Aufwachen oft nicht mehr weiß, wo sie sich befindet, finde sie Trost. Etwa wenn der stets zu Witzen aufgelegte Josef sagt: „Das kenne ich. Der Kopf ist wie eine kaputte Uhr. Es ist traurig, aber ich habe es immer noch nicht richtig registriert, ich merke es nur, wenn ich Mist baue, mich wie ein Stück Holz fühle.“

„Ich weiß, was passiert.“ EDDA, ALZHEIMER-PATIENTIN


Auch über Behandlungen und Medikamente tauscht sich die Runde aus. Edda, einer der Jüngsten, hilft die Gruppe, ihre Krankheit zu bewältigen. Sie habe sie anfangs nicht realisiert. Depressionen, Schwindel, Koordinierungsprobleme, Müdigkeit waren der Beginn. Am Ende stand ein Nervenzusammenbruch, fasst die ehemalige Altenpflegerin ihre Odyssee zusammen. Ihr stehen Tränen in den Augen. „Ich war verzweifelt, hatte das Gefühl, mein Kopf platzt.“ Dann stellte der Neurologe den Beginn von Alzheimer, der häufigsten Demenzerkrankung, fest. „Da war ich 59 Jahre alt“, sagt Edda. „Durch meinen Beruf wusste ich, was das bedeutet. Auch in meiner Familie kam es vor.“ Die anderen hören zu, nehmen Anteil. „Ich wusste, dass Menschen mit Demenz vor allem zwei Dinge benötigen: Kontakt zu anderen und Bewegung“, sagt Edda. Ein zweites Zeda-Angebot, das sie deshalb wahrnimmt, besteht aus Bewegungs- und Gedächtnistraining.

 

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Marion Gnidtke ist Mitglied des Vorstandes der Landesgruppe Hessen.

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